Kampagne „Wie geht’s dir?“

Über psychische Gesundheit zu sprechen lohnt sich! Die Kampagne «Wie geht’s Dir?» sensibilisiert dafür und vermittelt ganz konkrete Tipps.

Psychische Erkrankungen gehen uns alle etwas an: Jeder zweite Mensch erkrankt in seinem Leben einmal psychisch. Das ist sowohl für die Betroffenen wie auch für ihre Angehörigen mit viel Leid verbunden, führt zu Arbeitsausfällen und Gesundheitskosten. Es lohnt sich darum, in die Prävention von psychischen Erkrankungen und Förderung der psychischen Gesundheit zu investieren.

 

Die Kampagne macht Mut, über psychische Belastungen zu sprechen.

Darüber reden ist wichtig
Über Probleme zu reden entlastet und macht Hilfe möglich. Das ist wichtig, denn je länger eine psychische Belastung andauert, um so grösser ist die Gefahr, dass sie zu einer ernsthaften Erkrankung wird. Und: Je früher eine Erkrankung behandelt wird, umso günstiger ist der Heilungsverlauf.

Die Kampagne zeigt auf, dass psychische Gesundheit gefördert werden kann.

Psychische Gesundheit fördern
Die Psyche kann – genau wie der Körper – gestärkt und gepflegt werden. Neben konkreten Gesprächstipps vermittelt die Kampagne weitere Impulse zur Förderung der psychischen Gesundheit.

Die Kampagne macht Unterstützungsangebote bekannt.

Hilfe ist möglich
Psychische Erkrankungen sind gut behandelbar. Im Rahmen der Kampagne werden die Hilfsangebote bekannt gemacht.

 

Wissenschaftliche Studie im Jahr 2018

Menschen in der Schweiz sehen im Arbeitsstress die Hauptursache für psychische Leiden. Im Umgang mit denselben scheinen vor allem zwei „Strategien“ zur Anwendung zu kommen: Leiden und Schweigen. Dies zeigt eine neue Studie der Forschungsstelle sotomo.

Die Kampagne „Wie geht’s dir?“ macht sich deshalb stark für einen offenen Umgang mit dem heiklen Thema.

Einige Ergebnisse der Studie
Viele Menschen leiden in der modernen Leistungsgesellschaft unter Überlastung und Stress. Zwei Drittel der hiesigen Bevölkerung geben in einer repräsentativen Studie an, im Verlauf ihres Lebens schon einmal unter psychischen Beeinträchtigungen gelitten zu haben. Beinahe ein Fünftel (19 Prozent) gibt an, sich aktuell in einem längerdauernden emotionalen Tief zu befinden. Als Hauptaktor (42 Prozent) für eine negative psychische Grundstimmung geben die Befragten Stress / Überlastung an. Zeitgleich haben 70 Prozent der Studienteilnehmenden Angst davor, über ihr psychisches Tief zu sprechen. Die Furcht davor, als nicht leistungsfähig und schwach zu gelten, ist weit verbreitet. Bei Menschen, die aktuell unter einer psychischen Beeinträchtigung leiden, fürchten sich gar vier Fünftel der Befragten davor, dass andere von ihrer Situation erfahren könnten.

„Wie geht’s dir?“ – ein gemeinsames Engagement
Die Studienresultate zeigen das klare Bedürfnis der Bevölkerung, einen offeneren Umgang mit dem Thema „psychische Gesundheit“ zu finden – und ohne Ängste darüber reden zu können. Die Neuauflage der 2014 lancierten Kampagne „Wie geht’s dir?“ von den Deutschschweizer Kantonen und Pro Mente Sana im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz will für dieses wichtige Anliegen noch stärker sensibilisieren. Das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit engagiert sich als Partner der Kampagne.

Das Ziel des gemeinsamen Engagements ist, dass es selbstverständlicher und einfacher wird, über psychische Belastungen zu sprechen und damit raschere Hilfe zu ermöglichen. Die Kampagne macht sich deshalb dafür stark, psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren und will zum aktiven Einsatz für die psychische Gesundheit ermutigen. Auf der dazugehörigen Website wie-gehts-dir.ch sind für Betroffene und deren Umfeld ganz konkrete Gesprächstipps zu finden.

Trägerschaft der Kampagne:

Die Kampagne «Wie geht’s dir?» ist breit abgestützt und wird von vielen Organisationen getragen und umgesetzt.

«Wie geht’s dir?» wurde 2014 von den Kantonen Zürich, Schwyz, Luzern und Bern sowie der Stiftung Pro Mente Sana ins Leben gerufen. Seither haben sich viele Kantone der Deutschschweiz und weitere Organisationen der Kampagne angeschlossen, unter anderem auch das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit.

Ab 2018 wird die Kampagne im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz durchgeführt.

Weitere Informationen und Tipps finden Sie auf der Website der Kampagne: Zur Kampagnenwebsite